Bericht 06

Beim diesjährigen dbl-Bundeskongress in Nürnberg habe ich den Camocup kennen gelernt, den ich in der logopädischen Dysphagietherapie verwende, z. B. bei Patienten, die an Morbus Parkinson erkrankt sind. Die Patienten benutzen ihn sehr gerne, auch in ihrem Alltag.

Auf der Produktinformationen-CD habe ich Beispiele mit Erwachsenen vermisst.

Bei Parkinsonpatienten ist oft schon das Zum-Mund-führen des Trinkgefäßes durch die gebeugte Körperhaltung und die insgesamt eingeschränkte Beweglichkeit er-schwert. Die Form des Camocup (Nasenkerbe) führt hier zu deutlichen Erleichterungen.

Durch eingeschränkte Zungenbeweglichkeit, verzögerte Schluckreflexauslösung etc. bereitet oft besonders das Schlucken von Flüssigkeiten Schwierigkeiten. Es kann zum Verschlucken mit der Gefahr der Aspiration kommen. Durch die Trinkrille des Camocup ist eine bessere Dosierbarkeit gegeben, so dass das Risiko, dass Flüssigkeit vorzeitig in den Rachen fließt, reduziert wird.

Für die Therapie ist besonders der transparente Becher geeignet, weil er die beste Beobachtbarkeit des Inhalts ermöglicht.

Wünschenswert wäre eine Version des Camocup mit Thermoeigenschaften, denn Patienten berichten, dass bspw. ihr Kaffee sehr schnell auskühlt.

A. Kallus, Logopädin